# Code Guardian 17.9: Was sich für Sie ändert

*Quelle: https://www.provimedia.de/blog/code-guardian-17-9-neuerungen · Stand: 2026-10-12*

> Code Guardian 17.8 und 17.9 lesen Befehle, die die Riegel bisher übersahen: Skripte hinter Umleitungen, mehr Shell-Hüllen, ssh-Fernbefehle. Dazu eine einmalige Token-Prüfung und ein Entscheidbuch für den Council.

Am ehesten merken Sie bei Code Guardian 17.8 und 17.9, dass die Riegel Befehle lesen, die sie bisher übersahen: Skripte hinter Umleitungen, Befehle in weiteren Shell-Hüllen und Skripte, die per ssh über die Standardeingabe an eine Shell auf einem fremden Rechner gehen. Einzelne Befehle, die bisher durchliefen, können deshalb jetzt angehalten werden.

Daneben sieht Code Guardian einmal je Projekt nach, ob Einstellungen von Claude Code bzw. Codex viel Kontext kosten, und der Council merkt sich seine Urteile 24 Stunden lang.

Dieser Überblick umfasst 17.8 (im Kundenportal seit 10.10.2026) und 17.9 (seit 12.10.2026). Den Artikel zur Fassung davor finden Sie unter [Code Guardian 17.7: Neuerungen](https://www.provimedia.de/blog/code-guardian-17-7-neuerungen).

**Was Sie jetzt tun sollten:**

- Findet die Token-Prüfung (ab 17.8) beim ersten Sitzungsstart nach dem Update etwas, beantworten Sie ihre Frage: anpassen oder so lassen. Geändert wird nur auf Ihr ausdrückliches Ja (Claude-Ausgabe). In der Codex-Ausgabe nennt sie nur die Zeilen, und Sie passen von Hand an oder lassen es.
- Wird ein Skript hinter einer Umleitung angehalten (17.8), gehen Sie damit um wie mit jedem anderen angehaltenen Skript: Der Weg weiter ist derselbe.
- Arbeiten Sie mit tief geschachtelten Shell-Hüllen, rechnen Sie mit mehr Nachfragen bzw. Halten: Ist eine Hülle tiefer geschachtelt, als Code Guardian liest, fragt es nach (Claude-Ausgabe) oder hält den Befehl an (Codex-Ausgabe).
- Starten Sie unter Windows mit Git Bash Sitzungen programmatisch? Dann erkennt Code Guardian seit 17.9 das Terminal dort richtig, und die Plan-Freigabe durch einen Menschen entfällt nicht mehr irrtümlich. Kann es die Elternprozesse nicht lesen, nimmt es ein Terminal an.
- Nutzen Sie den Council, finden Sie die vollständigen Urteile der letzten 24 Stunden im Entscheidbuch Ihres Projekts.

## Welche Riegel lesen jetzt mehr?

Kurz gesagt: Wer Befehle verpackt, in Skripte hinter Umleitungen auslagert oder auf einen fremden Rechner schickt, wird jetzt öfter geprüft. Im Einzelnen:

### Skripte hinter Umleitungen (17.8)

Stand vor einem Skriptaufruf eine Umleitung oder kam das Skript über die Standardeingabe, lasen der Lösch- und der Migrations-Riegel seinen Inhalt bisher nicht. Jetzt lesen sie ihn auch in diesen Schreibweisen. Befehle, die bisher durchliefen, können deshalb jetzt angehalten werden; der Weg weiter ist derselbe wie bei jedem anderen Skript.

### Mehr Shell-Hüllen (17.9)

Ein Befehl, der in einen weiteren Shell-Aufruf verpackt ist, wird jetzt öfter gelesen. Das gilt für Hüllen mit zusätzlichen Schaltern vor oder nach dem Startschalter, für eine zweite Hülle innerhalb der ersten, für seltenere Shells und für die Anführungszeichen-Schreibweise, die Werkzeuge beim automatischen Quoten erzeugen.

Betroffen ist vor allem der Lösch-Riegel, in Teilen auch Migration und Deploy. Ebenso liest der Lösch-Riegel jetzt Befehle in den Zeichenketten eines Skript-Interpreters, die dort erst eine Shell starten. Diese Lücke bestand schon in 17.8.

### ssh-Fernbefehle, die ihre Eingabe als Programm ausführen (17.9)

Schickt ein Befehl ein Skript über die Standardeingabe per ssh an eine Shell oder einen Skript-Interpreter auf einem fremden Rechner, auch hinter sudo, liest der Lösch-Riegel diesen Inhalt jetzt als Befehl. Daten, die drüben nur gespeichert oder gelesen werden, bleiben Daten.

### Wurzel-, Home- und /tmp-Verzeichnis (17.9)

Einige Schreibweisen, mit denen ein Löschbefehl das Wurzelverzeichnis, das Home-Verzeichnis oder `/tmp` selbst traf, ließ der Riegel durch. Er hält sie jetzt an.

### Text über xargs in einen Datenbank-Client (17.9)

Text, der über `xargs` in einen Datenbank-Client geht, gilt jetzt als SQL und wird geprüft, auch in Schreibweisen, die bisher durchliefen.

### Deploy mit Neustart im selben Befehl (17.8, Claude-Ausgabe)

Ein frischer Freigabe-Bericht gab bisher auch einen Neustart oder Stopp eines Dienstes auf dem fremden Rechner frei, wenn dieser im selben Befehl stand. Jetzt bleibt der Deploy freigegeben, und für den Eingriff in den laufenden Zustand des fremden Rechners fragt Code Guardian nach. Lesende Fernaufrufe und lokale Befehle lösen die Frage nicht aus. In einem Lauf ohne Menschen ist das ein Halt mehr.

**Für Sie heißt das:** Das sind Korrekturen: Die Riegel lesen Schreibweisen, die sie bisher übersahen, und beim Deploy mit Neustart kommt eine Nachfrage hinzu. Einzelne Befehle, die bisher unbemerkt durchliefen, werden deshalb jetzt angehalten oder nachgefragt.

## Was prüft die neue Token-Prüfung? (Claude-Ausgabe)

Seit 17.8 sieht Code Guardian beim ersten Sitzungsstart nach dem Update einmal je Projekt nach, ob Einstellungen von Claude Code viel Kontext kosten: die Denkstufe, das Kompaktierungsfenster und die Größe der Anweisungsdateien. Findet es etwas, zeigt es die Zeilen und stellt Ihnen eine Frage: anpassen oder so lassen.

- Geändert wird nur auf Ihr ausdrückliches Ja, nur die genannte Stelle, mit Sicherung und einem genannten Rückweg.
- Anweisungsdateien werden nie verändert.
- In Läufen ohne Menschen wird nicht geprüft; die Frage kommt dann in einer späteren Sitzung.

Was die Prüfung nicht leistet, steht unten bei den Grenzen. Wie sie sich in der Codex-Ausgabe verhält, steht im Abschnitt für Codex-Nutzer.

**Für Sie heißt das:** Sie entscheiden. Ohne Ihr Ja bleibt Ihre Konfiguration, wie sie ist.

## Was ist mit dem Council und dem Leitstand?

### Council-Entscheidbuch (17.9)

Der Council kann eine frühere Entscheidung jetzt wiederfinden, auch nachdem eine lange Sitzung verdichtet wurde. Der Begleit-Skill llm-council:

- trägt jedes vollständige Urteil in ein Entscheidbuch je Projekt ein (`.code-guardian-evidence/council-entscheidbuch.md`),
- liest es zu Beginn der nächsten Beratung,
- lässt Einträge herausfallen, die älter als 24 Stunden sind,
- zeigt das Buch dem unabhängigen Außenblick nie,
- trägt abgebrochene Beratungen nicht ein.

### Leitstand (17.9, Claude-Ausgabe)

Der Kontingent-Knoten zeigt die Woche, wenn kein 5-Stunden-Fenster gemeldet ist, statt „kein Kontingent-Feed“. Ohne aktive Sitzung ist er oben nicht mehr abgeschnitten, und seine Farbe folgt derselben Rechnung wie die Karte daneben.

## Was ändert sich unter Windows und beim Protokoll?

- **Terminal-Erkennung unter Git Bash (17.9).** Bisher galt dort jeder Lauf als „ohne Terminal“, weil die Abfrage der Elternprozesse scheitert. Bei einem programmatischen Start entfiel dadurch die Plan-Freigabe durch einen Menschen. Jetzt liest Code Guardian die Elternprozesse auf einem zweiten Weg; kann es sie nicht lesen, nimmt es ein Terminal an.
- **Sitzungs-Orchestrator unter Windows (17.9, Claude-Ausgabe).** Er konnte die eigene Sitzung nie bestimmen und verweigerte jede Zuteilung; der Sitzungsstart zählte dort eine freie Sitzung zu wenig. Jetzt wird die eigene Sitzung über die Prozessliste von Windows bestimmt.
- **Fail-open-Protokoll bei gleichzeitig startenden Sitzungen (17.9).** Starteten mehrere Sitzungen fast gleichzeitig, konnten Zeilen im Protokoll doppelt erscheinen oder eine liegengebliebene Übergabe überschrieben werden. Jetzt sammelt ein Start nur Übergaben beendeter Starts ein und überschreibt keine.
- **Fail-open-Protokoll beschrieben (17.8).** README und Update-Anleitung erklären jetzt das Protokoll der Fälle, in denen ein Riegel wegen eines fehlenden Werkzeugs nicht prüfen konnte, samt Hinweis, wohin ältere Zeilen wandern. Unter Windows meldet der Sitzungsstart eigens, wenn ein Riegel Pfade nicht umrechnen konnte (Claude-Ausgabe).

## Welche Korrekturen und Verbesserungen gibt es sonst?

- **Commit-Secret-Riegel hält bei Merges seltener zu Unrecht an (17.8).** Ein Wert, der in derselben Datei in einem der beiden Stände schon stand, etwa nach einem Umbenennen des Schlüsselnamens, gilt jetzt als bekannt. Ein neu hinzugekommener Wert, ein Wert aus einer anderen Datei und jeder private Schlüssel halten den Commit weiter an, ebenso jeder Zweifel.
- **Absagetext des Lösch-Riegels berichtigt (17.8).** Der Text nannte `/var/tmp` als Wegwerf-Ort, der Riegel hat ihn aber nie so behandelt. Am Verhalten ändert sich nichts; der Text verspricht es nicht mehr.
- **Design-Beweis misst echte Seiten genauer (17.8).** Seiten, die erst im Browser fertig aufgebaut werden, misst die Zustandsprobe nach dem Laden und nach dem Ende von Übergängen. Bei Text zählt die schwächste gezeichnete Stelle, sodass ein unlesbarer Teil in einem Link auffällt.
- **Design-Beweis: Beschriftungen und Farbschemata (17.8).** Bei Kästchen und Auswahlknöpfen zählt die sichtbare, klickbare Beschriftung zur Zielgröße. Seiten mit hellem und dunklem Farbschema und deckendem Hintergrund werden gemessen statt abgebrochen. Die Zahl der Befunde kann sich dadurch in beide Richtungen ändern.
- **Slop-Detektor in Monorepos (17.8).** Er liest die Paketlisten zwischen Datei und Wurzel und meldet eigene Abhängigkeiten eines Teilpakets nicht mehr als erfundenen Import; eine beschädigte Paketliste bricht den Lauf nicht mehr ab.
- **Aufgabenordner und Reibungszähler (17.8).** Ein Aufgabenordner mit Datum im Namen bekommt das Datum nicht mehr doppelt. Der Reibungszähler wertet einen roten Test vor dem grünen Lauf und eine Suche ohne Treffer nicht mehr als Reibung; seine Zahlen sind deshalb mit älteren Rückblicken nicht vergleichbar.
- **Aufgabenübersicht auslagern (17.8, neu, nur auf Aufruf).** Die Aufgabenübersicht kann die Texte abgeschlossener und ruhender Punkte in Detaildateien auslagern, damit die Liste klein bleibt.

**Für Sie heißt das:** Weniger unnötige Halte beim Merge, und die Befunde des Design-Beweises können sich ändern. Vergleichen Sie Zahlen des Reibungszählers nicht mit älteren Rückblicken.

## Welche Grenzen bleiben offen?

Wir nennen sie, statt sie zu verschweigen:

- **Standardeingabe (17.8).** Einzelne seltene Schreibweisen mit Standardeingabe lesen Lösch- und Migrations-Riegel noch nicht.
- **ssh-Fernbefehle (17.9).** Eine Anmelde-Shell ohne eigenen Befehl und Shells in Containern liest der Lösch-Riegel noch nicht.
- **Council-Entscheidbuch (17.9).** Text, der wie ein Zugangswert aussieht, wird nicht eingetragen; dabei kann auch ein harmloser Wert abgewiesen werden.
- **Token-Prüfung (17.8).** Die vorgeschlagenen Werte sind unsere Voreinstellung, keine Messung an Ihrem Projekt. Von der Verwaltung vorgegebene Einstellungen prüft sie nicht (Claude-Ausgabe).
- **Orchestrator unter Windows (17.9, Claude-Ausgabe).** Fehlt ein Glied der Kette, bleibt die eigene Sitzung unbekannt, und der Orchestrator teilt nichts zu.

**Für Sie heißt das:** Verlassen Sie sich bei Lösch- und Migrationsbefehlen in diesen Schreibweisen nicht allein darauf, dass ein Riegel anschlägt.

## Was ändert sich für Codex-Nutzer?

Das Council-Entscheidbuch, die erweiterte Lesart der Shell-Hüllen, die ssh-Fernbefehle, der Lösch-Riegel für Wurzel-, Home- und /tmp-Verzeichnis, der Migrations-Riegel mit `xargs`, das Fail-open-Protokoll und die Terminal-Erkennung unter Git Bash stehen in beiden Ausgaben. Gleiches gilt aus 17.8 für die Skripte hinter Umleitungen, den Commit-Secret-Riegel, den berichtigten Absagetext, den Design-Beweis und die Werkzeuge.

Unterschiede, die sich aus den Texten belegen lassen:

- **Zu tiefe Hülle (17.9).** Ist eine Shell-Hülle tiefer geschachtelt, als Code Guardian liest, hält die Codex-Ausgabe den Befehl an, statt nachzufragen.
- **Token-Prüfung (17.8).** Die Codex-Ausgabe prüft Denkstufe, Kompaktierungsgrenze und die Größe der Anweisungsdatei und nennt die Zeilen. Sie ändert nichts selbst: Sie passen die Einstellung von Hand an oder lassen sie. Auch dort sind die Richtwerte unsere Voreinstellung, und in Läufen ohne Menschen wird nicht geprüft.
- **Nicht im Codex-Text.** Der Codex-Text nennt den Sitzungs-Orchestrator unter Windows (17.9), die Leitstand-Korrektur (17.9) und die Nachfrage bei Deploy mit Neustart im selben Befehl (17.8) nicht.
- **Begleit-Skills (17.8).** Die Beschreibung der Codex-Ausgabe nennt jetzt jeden mitgelieferten Begleit-Skill mit einer Zeile.

**Für Sie heißt das:** Unter Codex bleibt bei der Token-Prüfung die Entscheidung und die Handarbeit bei Ihnen, und eine zu tief geschachtelte Hülle führt zu einem angehaltenen Befehl.

Stand der Vergleichsmessung: Der jüngste gültige Lauf vom 08.10.2026 misst v17.7: im Mittel 5,7 mit gegen 5,0 ohne Code Guardian, p = 0,13, Ergebnis „nicht entscheidbar“. Für 17.8 und 17.9 gibt es keine eigene Messung; alle 9 gültigen Vergleiche finden Sie unter [den Benchmarks](https://www.provimedia.de/code-guardian#benchmarks).

Mehr zum Produkt finden Sie auf der [Produktseite](https://www.provimedia.de/code-guardian).

## Häufige Fragen zu Code Guardian 17.8 und 17.9

### Muss ich nach dem Update etwas tun?

Aktiv werden Sie, wenn die Token-Prüfung etwas findet und fragt (Claude-Ausgabe; unter Codex passen Sie die genannten Zeilen von Hand an), und dort, wo ein Befehl angehalten wird.

### Ändert die Token-Prüfung meine Einstellungen von selbst?

Nein, siehe oben: nur auf Ihr ausdrückliches Ja, und in der Codex-Ausgabe gar nicht.

### Warum wird ein Befehl angehalten, der bisher lief?

Weil die Riegel jetzt Schreibweisen lesen, die sie vorher übersahen, etwa Skripte hinter Umleitungen oder Befehle in weiteren Shell-Hüllen.

### Wo finde ich Voraussetzungen, Einstellungen und das Paket?

Voraussetzungen und Einstellungen stehen in der [technischen Dokumentation](https://www.provimedia.de/code-guardian/technik). Das Paket liegt im Kundenportal. Wie sich Code Guardian danach aktuell hält, erklärt [provimedia.de/code-guardian/updates](https://www.provimedia.de/code-guardian/updates).

## Quellen

- Veröffentlichte Änderungsübersichten („Was ist neu“) der Fassungen 17.8 und 17.9, Claude- und Codex-Ausgabe (Kundenportal)
- Vergleichsmessung: [provimedia.de/code-guardian#benchmarks](https://www.provimedia.de/code-guardian#benchmarks)

Stand: 12.10.2026

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Kanonische Version: <https://www.provimedia.de/blog/code-guardian-17-9-neuerungen>
