# KI-Kompetenz nach Art. 4: Welche Inhalte eine Mitarbeiterschulung abdecken muss

*Quelle: https://www.provimedia.de/blog/ki-kompetenz-schulung-inhalte-art-4 · Stand: 2026-06-06*

> Welche Themen gehören in eine KI-Kompetenzschulung nach dem EU AI Act? Wir leiten die Inhalte aus den offiziellen Hinweisen des BMDS und der KI-Verordnung ab.

Artikel 4 des EU AI Act verlangt „ausreichende KI-Kompetenz" — sagt aber bewusst nicht im Detail, *welche* Inhalte eine Schulung haben muss. Eine gute Orientierung liefern die offiziellen Hinweise des BMDS / Beratungszentrums für Künstliche Intelligenz (BeKI). Daraus ergeben sich vier Inhaltsfelder.

## 1. Grundlagenwissen

- Was ist KI und wie funktioniert sie (inkl. Large Language Models)?
- Wo wird KI in der eigenen Organisation eingesetzt?
- Welche Chancen und Risiken bestehen?
- Welche rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen gelten?

(Quelle: BMDS/BeKI, „Inhalte der Schulung", Themenfeld Grundlagenwissen.)

## 2. Rollenbezogene Einordnung

Entwickeln bzw. integrieren wir KI selbst (Rolle „Anbieter") oder nutzen wir fremde Systeme (Rolle „Betreiber")? Wer trägt welche Verantwortung? Diese Unterscheidung prägt die Pflichten nach der KI-Verordnung (Quelle: BMDS/BeKI; EUR-Lex, VO (EU) 2024/1689, Begriffe in Art. 3).

## 3. Risikoeinordnung des KI-Systems

Mitarbeitende sollten das Risiko der konkret genutzten KI einschätzen können: Handelt es sich um eine Hochrisiko-Anwendung? Welche Risiken bestehen konkret und wie lassen sie sich mindern? Die KI-Verordnung unterscheidet u. a. verbotene Praktiken (Art. 5), Hochrisiko-Systeme (Anhang III) und Transparenzpflichten (Art. 50) (Quelle: EUR-Lex, VO (EU) 2024/1689).

## 4. Zielgruppengerechte Differenzierung

Das BMDS empfiehlt, Inhalte nach Vorwissen und Rolle zu differenzieren:

- **Allgemeine Anwender** (z. B. Sachbearbeitung): Fokus auf Nutzung, Risiken, ethisches Verständnis.
- **Technische Mitarbeitende**: Architektur, Sicherheit, Monitoring.
- **Führungskräfte**: strategischer Einsatz, rechtliche Rahmenbedingungen, Verantwortlichkeiten, Vorbildfunktion.
- **Recht & Compliance**: KI-VO, DSGVO, BDSG, Urheberrecht, interne Governance.

(Quelle: BMDS/BeKI, „Zielgruppen".)

## Und der Datenschutz?

KI-Nutzung berührt fast immer personenbezogene Daten. Eine Schulung sollte daher abdecken, welche Daten in welche Tools gegeben werden dürfen — und welche nicht. Datenschutzverstöße können nach DSGVO mit bis zu 20 Mio. € oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden (Quelle: DSGVO, Art. 83).

## Fazit

Eine Basisschulung für allgemeine Anwender deckt vor allem das Feld „Grundlagenwissen" ab — für besonders risikoreiche oder rollenspezifische Anwendungen bleibt der Arbeitgeber verantwortlich, ergänzend zu schulen. Unser [KI-Kompetenz-Zertifikat](https://www.provimedia.de/ki-zertifikat) bündelt die Grundlagen — KI verstehen, sicher nutzen, Datenschutz/DSGVO, EU AI Act und KI im Arbeitsalltag — in einer kompakten Online-Schulung mit Prüfung.

## Quellen

- Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung / EU AI Act), EUR-Lex: [eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj)
- Europäische Kommission – „AI literacy: Questions & Answers": [digital-strategy.ec.europa.eu](https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/faqs/ai-literacy-questions-answers)
- BMDS / Beratungszentrum für Künstliche Intelligenz (BeKI): „Kompetenzaufbau gemäß Art. 4 AI Act (KI-VO) – Hinweise für Grundlagen-Schulungen" (Okt. 2025): [bmds.bund.de](https://bmds.bund.de)

*Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Rechtsberatung.*

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Kanonische Version: <https://www.provimedia.de/blog/ki-kompetenz-schulung-inhalte-art-4>
