Skip to content

Chapter 10 of 10

Stand, Nächstes, Grenzen

Drei Skills beantworten drei verschiedene Fragen, die man leicht verwechselt — und am Ende steht, was das Paket nicht tut.

„Wo stehen wir?“ — clistatus

Ein Dashboard: was erledigt ist, was läuft, was offen ist, wie die Prüfungen stehen.

Das Entscheidende daran ist die Regel, nach der es gebaut wird: Es wird nie aus dem Gedächtnis erzeugt. Bevor auch nur ein Kästchen erscheint, wird die Wahrheit eingesammelt — Aufgabenliste, laufende Hintergrundläufe, git log, git status, das Ledger. Deshalb ist das Erstellen des Dashboards selbst schon die Prüfung.

Das ist gut nach einer längeren Pause, oder wenn der Kontext gerade zusammengefasst wurde.

„Was als Nächstes?“ — whatsnext

Nicht der Entwicklerblick, sondern der der Projektleitung: Was bringt das Projekt dem Ziel näher, was blockiert den Start?

Zwei Eigenschaften, die ihn brauchbar machen:

  • Er schreibt ausschließlich unter docs/manager/. Er fasst Ihren Code nicht an. Ein roter Build ist für ihn ein Befund, kein Arbeitsauftrag.
  • Ohne bestätigte Problemstellung gibt er keine Empfehlung: Wer hat das Problem, was kostet es heute, woran erkennt man die Lösung. Ohne Antwort auf diese drei Fragen gibt es keine Priorisierung, sondern eine Meinung.

„Was ist noch offen?“ — todo

Die Liste des Laufs. Sie hat eine Einlass-Regel, und die ist der Grund, warum sie lesbar bleibt: Auf die Liste kommt nur, was eine Wirkung trägt.

Wirkung
S Sicherheit oder Datenverlust
K ein Kunde merkt es im normalen Gebrauch
R ein Release wird blockiert oder verfälscht
V Sie haben es beauftragt

Alles andere wird im Bericht einmal genannt und nicht notiert. Wahr zu sein genügt nicht — in einem großen System findet ein Prüfer immer etwas Wahres, und eine Liste, die jeden wahren Befund aufnimmt, wächst schneller, als Arbeit sie leert.

Abgehakt wird nur mit Beleg. „Eigentlich erledigt“ ist keiner.

Was Code Guardian nicht tut

Damit Sie diese Grenzen von uns hören und nicht erst an einem enttäuschenden Nachmittag entdecken:

  • Es entscheidet nicht. Lizenzvertrag 7.3: Änderung, Freigabe und Auslieferung entscheiden Sie.
  • Es findet nicht jeden Fehler. Es sorgt dafür, dass Behauptungen belegt werden und gefährliche Befehle nicht unbesehen laufen. Das ist etwas anderes als Fehlerfreiheit.
  • Ein Statik-Gate gibt es nur für PHP, JavaScript, Python und Markup, ein sperrendes Mutations-Gate nur für PHP und JavaScript/TypeScript. Sperren und Reflexe arbeiten auch in anderen Sprachen, die sprachspezifische Prüfebene nicht.
  • Es verhindert keinen Vorsatz. Die Sperren — Vorkehrungen, die jeweils einen Vorgang anhalten — sind gegen Versehen gebaut. Wer sie umgehen will, kann es — er hat es dann nur bewusst getan.
  • Es sendet nichts an uns. Keine Telemetrie, kein Aufruf an einen Server von Provimedia. Netzzugriffe gibt es nur zu Ihrem eigenen Repo und, wenn konfiguriert, Ihrem eigenen Server sowie optional zu den Paketquellen der Abhängigkeitswerkzeuge — Einzelheiten im Kapitel „Netzwerk“ der technischen Doku.

Wenn etwas nicht stimmt

Schreiben Sie an dev@provimedia.de. Ein Befund mit dem Befehl, der ihn erzeugt hat, ist uns lieber als ein höflicher Hinweis — genau das verlangt das Paket schließlich auch von sich selbst.

In einem Satz

clistatus sagt, wo Sie stehen, whatsnext, was als Nächstes kommt, todo, was offen ist — und entschieden wird nichts davon ohne Sie.

This chapter as a task for Claude

Copy it, replace the angle brackets with your own details, paste it into Claude Code.

Gib mir den Stand dieses Projekts in einem Zug:

1. Wo stehen wir gerade? Aus gemessenen Fakten — git, Tests, laufende
   Läufe —, nicht aus dem Gedächtnis.
2. Was ist noch offen, und was davon merkt ein Kunde im normalen Gebrauch?
3. Was wäre als Nächstes am meisten wert, und warum gerade das?

Sag bei jedem Punkt dazu, woher du es weißt. Eine Zahl ohne ihr Kommando
lass weg.

This guide describes version v17.9. Version v17.10 is now available in the portal, so individual details may differ.