In zehn Minuten startklar
Code Guardian ist kein Programm, das Sie starten. Es ist ein Regelwerk, das Claude Code beim nächsten Sitzungsstart einliest — und eine Reihe von Sperren, die einen Vorgang anhalten, bevor er ausgeführt wird: Sie fangen von da an die gefährlichen Befehle ab, für die sie gebaut sind, etwa Löschen, Auslieferung und Migration. In diesen zehn Minuten richten Sie beides ein.
Lieber installieren lassen? Im Kundenportal liegt
dafür je ein fertiger Prompt für Claude Code und für Codex: „Zum Installieren
kopieren“. Für Claude Code geht er dieselben Schritte wie dieses Kapitel
durch, für Codex die aus der ANLEITUNG-CODEX.md des Codex-Pakets, und
belegt jeden Schritt mit einem Befehl.
Vorher: zwei Programme prüfen
python3 --version
which jq
Fehlt python3 oder ist es älter als 3.9, bricht der Installer ab und
fasst nichts an. Das ist die freundliche Variante. Unter Windows gilt
Python von python.org oder über winget, nicht der Platzhalter aus dem
Microsoft Store.
Fehlt jq, wird trotzdem alles installiert — und der Installer endet mit
einer Warnung und dem Rückgabewert 3. Ohne jq prüfen nur noch die vier
Befehlssperren, die in Python laufen: Löschen, Auslieferung, Migration und
Commit-Secret. Ohne jq halten der Schreibschutz für unbeaufsichtigte Läufe
und der Halt für Entscheidungsfragen im Autopilot nichts mehr an. Das bleibt
danach der eine stille Fehlerzustand: Sie sehen die Dateien liegen und halten
sich für vollständig geschützt. Wenn Sie sich einen Satz aus diesem Leitfaden
merken, dann diesen.
Auf macOS: brew install jq. Auf Debian oder Ubuntu: sudo apt install jq.
1. Auspacken und installieren
unzip code-guardian-v17.3-update.zip -d code-guardian
cd code-guardian
./install.sh
Der Installer schreibt nach ~/.claude/ — global, nicht in Ihr Projekt. Ihre
Projekte bleiben bei der Installation unberührt; erst wenn Sie tatsächlich
arbeiten, entstehen dort Dateien. Ihre .gitignore fasst der Installer nicht
an — welche Dateien Sie dort aufnehmen sollten, steht in der technischen Doku
unter „Dateien“.
Eine Statuszeile richtet der Installer nicht mehr ein. Eine früher von Code Guardian eingetragene baut er zurück; eine eigene Statuszeile bleibt unangetastet.
2. Claude Code vollständig neu starten
Nicht /clear. Beenden und neu öffnen.
Hooks und Agenten-Definitionen liest Claude Code nur beim Start ein. Wer das überspringt, hat das Paket installiert und arbeitet trotzdem ohne eine einzige Sperre — bis zum nächsten Start, und bis dahin merkt er es nicht.
3. Nachsehen, ob es wirklich da ist
In der neuen Sitzung:
| Befehl | Erwartete Ausgabe |
|---|---|
/hooks |
die Einträge der Sperren |
/agents |
die Prüfagenten |
/help |
code-guardian in der Skill-Liste |
Wie viele Hook-Registrierungen tatsächlich vorhanden sind, lesen Sie nicht aus dieser Tabelle ab, sondern fragen Sie ab:
python3 -c "import json;d=json.load(open('$HOME/.claude/settings.json'));print(sum(len(v) for v in d.get('hooks',{}).values()),'Registrierungen')"
4. Eine Sperre testen
Die Probe steht ausführlich in der UPDATE-ANLEITUNG.md des Pakets: ein vorbereitetes
JSON in decision-gate-check.sh und in deploy-gate-check.sh schicken.
deploy-gate-check.sh muss mit einer deny-Zeile antworten,
decision-gate-check.sh außerhalb des Autopiloten nur mit einem Hinweis ohne
deny. Bleibt dieser Hinweis aus, fehlt jq, siehe oben. Fragt
deploy-gate-check.sh nur nach, statt zu verweigern, fehlt Python oder es
antwortet nicht.
5. Eine Datei lesen, die im Paket liegt
README_IMPORTANT.md, 181 Zeilen. Darin steht, wie viel Kontext das Paket Sie
je Anfrage kostet und wann es sich lohnt, Ihre eigene ~/.claude/CLAUDE.md
auszudünnen. Das ist die einzige Datei des Pakets, die Sie wirklich von vorn bis
hinten lesen sollten; in der UPDATE-ANLEITUNG.md aus Schritt 4 schlagen Sie
nur nach.
In einem Satz
Installieren, Claude Code komplett neu starten, /hooks prüfen — und wenn
der Installer mit dem Rückgabewert 3 endet, fehlt jq, und ohne jq prüfen
nur noch die vier Befehlssperren in Python.