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Microsoft Ads (Bing Ads): Lohnt sich Werbung neben Google? Guide 2026

Alexander Weipprecht 7 Min. Lesezeit 21. Juli 2026 5 Aufrufe
Online-Marketing & Ads
Microsoft Ads (Bing Ads): Lohnt sich Werbung neben Google? Guide 2026
Symbolbild · mit KI erstellt

Microsoft Advertising (früher Bing Ads) ist die Such- und Display-Werbeplattform von Microsoft. Anzeigen laufen über das Microsoft Search Network (Bing, Yahoo, AOL, DuckDuckGo, MSN) sowie das Audience Network. Bing erreicht weltweit rund 5 Prozent Suchmaschinen-Marktanteil (StatCounter, Mai 2026) – eine eigenständige Zielgruppe bei oft geringerem Wettbewerb als bei Google.

Was sind Microsoft Ads (Bing Ads) und wie groß ist die Reichweite?

Microsoft Ads, offiziell Microsoft Advertising, ist das Werbesystem rund um die Suchmaschine Bing und Microsofts Partnernetzwerk. Bis 2019 hieß die Plattform Bing Ads – der Begriff ist in Deutschland weiterhin geläufig. Das Haupt-Keyword "microsoft ads" hat laut Ahrefs Keywords Explorer (Stand 2026, country=de) 2.800 monatliche Suchanfragen in Deutschland; das Synonym "bing ads" kommt auf identische 2.800 Suchanfragen, "microsoft advertising" auf 1.000.

Anzeigen erscheinen nicht nur auf bing.com: Das Microsoft Search Network bündelt unter anderem Bing, Yahoo, AOL, DuckDuckGo und MSN. Die Reichweitendaten dieses Netzwerks basieren auf Comscore qSearch (custom), Dezember 2025, Desktop-Traffic weltweit (Microsoft Advertising). Auf dem Desktop ist Bings Anteil deutlich höher als der über alle Geräte gemittelte Wert.

Wie viel Marktanteil hat Bing wirklich – und warum ist das für Werbung relevant?

Bing ist die klare Nummer zwei hinter Google, aber mit Abstand. Weltweit über alle Geräte lag der Suchmaschinen-Marktanteil von Bing bei 5,03 Prozent, Google bei 90,39 Prozent (StatCounter Global Stats, Mai 2026). Trotzdem ist die absolute Reichweite groß: Microsoft Advertising meldet, dass Bing den Meilenstein von 1 Milliarde monatlich aktiven Nutzern erreicht hat.

Für Werbetreibende zählt nicht nur der Prozentwert, sondern die Wettbewerbssituation. Weniger Werbetreibende auf Bing bedeuten häufig geringeren Druck bei den Klickpreisen. Als Branchenkontext – nicht als amtliche Zahl – ordnet eMarketer (2025) ein, dass Microsofts Suchwerbegeschäft etwa doppelt so schnell wuchs wie Googles. Das ist eine Marktbeobachtung, kein garantierter Trend.

Microsoft Ads vs. Google Ads: Was sind die wichtigsten Vor- und Nachteile?

Microsoft Ads und Google Ads ähneln sich technisch stark – die Unterschiede liegen in Reichweite, Wettbewerb und Zielgruppe. Die folgende Tabelle fasst die zentralen Punkte zusammen.

KriteriumMicrosoft Ads (Bing)Google Ads
Marktanteil weltweit (StatCounter, Mai 2026)5,03 %90,39 %
Reichweite1 Mrd. monatlich aktive Nutzer (Microsoft Advertising)marktführend (Google)
Wettbewerb / Klickpreistendenziell geringer (weniger Werbetreibende)tendenziell höher
Suchnetzwerk-PartnerBing, Yahoo, AOL, DuckDuckGo, MSNGoogle, Suchpartner
Kampagnen-Importimportiert Google-Ads-Kampagnen direkt
AbrechnungPay-per-Click oder Pay-per-1000-ImpressionsPay-per-Click u. a.

Der größte praktische Vorteil von Microsoft Ads: Wer bereits Google Ads schaltet, muss nicht bei null anfangen – bestehende Kampagnen lassen sich importieren (Microsoft Learn, Stand 2025).

Wie importiere ich meine Google-Ads-Kampagnen nach Microsoft Advertising?

Der Google-Import ist die einfachste Möglichkeit, dieselben Anzeigen zusätzlich auf Bing zu schalten. Microsoft Learn (Stand 2025) beschreibt den Ablauf in vier Schritten:

  1. Import-Credential-ID holen – die Verbindung zum Google-Ads-Konto autorisieren.
  2. Google-Konto und Kampagnen wählen – festlegen, was übernommen werden soll.
  3. Import-Optionen wählen – z. B. Budgets anpassen (über AdjustmentForCampaignBudgets auf 25 liegen die Microsoft-Budgets 25 % über den Google-Budgets) oder entfernte Einträge via DeleteRemovedEntities löschen.
  4. Import planen – als Zeitplan stehen Auto, Now, Once, Daily, Weekly oder Monthly zur Wahl.

Für unterschiedliche Anforderungen bietet Microsoft drei Import-Varianten (Microsoft Advertising Blog, Oktober 2024): Quick Import ist die einfachste Variante für einen einzelnen Google-Ads-Account. Smart Import richtet sich an Werbetreibende mit mehreren Google-Ads-Konten oder einem Google Merchant Center und lässt zentrale Einstellungen wie Gebote, Budgets und Kampagnenstatus anpassen. Advanced Import bietet die volle Kontrolle, um sämtliche Import-Optionen und Einstellungen individuell zu konfigurieren. Wichtig: Nicht alles wird 1:1 übertragen – nach dem Import ist ein Review der Kampagnen nötig (Microsoft Learn, 2025).

Welche Kampagnen- und Anzeigentypen lassen sich aus Google Ads übernehmen?

Der Google-Import deckt weit mehr ab als klassische Textanzeigen. Standardmäßig übernimmt Microsoft Advertising die meisten Kampagnen, Anzeigen, Targets, Ad-Extensions und Einstellungen. Darüber hinaus lassen sich laut Microsoft Advertising Blog (Februar 2025) auch folgende Typen importieren:

  • Performance Max-Kampagnen
  • Shopping-Kampagnen inkl. Merchant-Center-Daten
  • Audience-Kampagnen (Display & Native)

Weil einzelne Elemente nicht identisch übertragen werden, sollten Sie nach jedem Import die übernommenen Kampagnen prüfen und an die Microsoft-Plattform anpassen (Microsoft Learn, 2025).

Was kosten Microsoft Ads? Gibt es ein Mindestbudget?

Microsoft Advertising lässt Sie Ihr Budget selbst festlegen. Die meisten Formate nutzen ein Pay-per-Click- oder Pay-per-1000-Impressions-Modell – Sie zahlen also nur bei Klick oder Sichtkontakt und können klein starten und skalieren (Microsoft Advertising, Stand 2026). Ein klassisches verpflichtendes Mindestbudget nennt Microsoft nicht; abgerechnet wird über Billing-Schwellen.

Das Suchvolumen für "bing ads kosten" liegt in Deutschland bei lediglich 20 Anfragen pro Monat (Ahrefs, 2026) – die Frage nach den Kosten ist also weit weniger gesucht als die Plattform selbst. Konkrete Klickpreise hängen von Branche, Wettbewerb und Gebot ab und sind hier unverbindliche Orientierung, keine Preiszusage. Wie Sie ein Werbebudget grundsätzlich planen, lesen Sie in unserem Beitrag Was kosten Google Ads?.

Für wen lohnt sich Microsoft Advertising neben Google Ads?

Microsoft Advertising lohnt sich vor allem als zweiter Kanal, der eine eigenständige Reichweite erschließt. Drei Konstellationen sprechen besonders dafür:

  • Zusätzliche Zielgruppe: Sie erreichen Nutzer, die Sie über Google nicht abdecken – Bing zählt 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer (Microsoft Advertising).
  • Geringerer Wettbewerb: Weniger Werbetreibende können niedrigere Klickpreise bedeuten – ein Effekt, der zur beobachteten Wachstumsdynamik passt (eMarketer, 2025, Marktbeobachtung).
  • B2B-Fokus: Über die Microsoft-Welt lassen sich berufliche Zielgruppen ansprechen – interessant für erklärungsbedürftige Produkte.

Weniger sinnvoll ist Microsoft Ads, wenn Ihr Google-Konto noch nicht ausgereizt ist, Ihr Budget sehr klein ist oder Ihre Zielgruppe stark mobil und außerhalb des Bing-Ökosystems unterwegs ist. In diesen Fällen liefert eine sauber optimierte Google-Kampagne in der Regel mehr Wirkung pro Euro.

Wie startet man am besten: Google-Import oder von Grund auf neu?

Für die meisten Werbetreibenden ist der Google-Import der schnellste sinnvolle Start. Wer bereits funktionierende Google-Ads-Kampagnen hat, überträgt diese – über Smart Import lassen sich dabei Gebote, Budgets und Kampagnenstatus anpassen – und prüft anschließend Gebote, Keywords und Budgets manuell. Ein vollständiger Neuaufbau lohnt nur, wenn Sie Bing-spezifische Zielgruppen gezielt anders ansprechen wollen.

Sinnvoll ist ein zweiter Kanal allerdings nur auf einer sauberen Grundlage: gut strukturierte Kampagnen, sauberes Conversion-Tracking und klare Ziele. Genau diese Basis schaffen wir in unserer Google Ads Betreuung – und übertragen die optimierten Kampagnen anschließend per Import nach Microsoft Advertising.

FAQ: Microsoft Ads / Bing Ads

Heißt Bing Ads jetzt Microsoft Ads?

Ja. Die Plattform wurde 2019 von Bing Ads in Microsoft Advertising umbenannt. Beide Begriffe meinen dasselbe Werbesystem; "bing ads" wird in Deutschland mit 2.800 monatlichen Suchanfragen weiterhin genauso oft gesucht wie "microsoft ads" (Ahrefs, 2026).

Ist der Google-Import kostenlos?

Der Import von Google-Ads-Kampagnen nach Microsoft Advertising ist ein eingebautes Werkzeug der Plattform. Kosten entstehen erst durch die geschalteten Anzeigen selbst, abgerechnet über Pay-per-Click oder Pay-per-1000-Impressions (Microsoft Advertising, 2026). Den Import beschreibt Microsoft Learn (2025).

Laufen Anzeigen auch auf KI-Assistenten wie Copilot?

Microsoft Ads laufen über das Microsoft Search Network und das Audience Network. Welche konkreten Oberflächen aktuell einbezogen sind, kann sich ändern – verbindlich ist die jeweils aktuelle Plattform-Dokumentation von Microsoft Advertising. Über das Volumen hinausgehende Aussagen treffen wir hier bewusst nicht.

Wie hoch ist der typische CPC bei Microsoft Ads?

Einen pauschalen Klickpreis gibt es nicht – er hängt von Branche, Wettbewerb und Gebot ab. Tendenziell ist der Wettbewerb auf Bing geringer als auf Google, was niedrigere Klickpreise begünstigen kann. Konkrete Werte sind unverbindliche Orientierung, keine Preiszusage.

Brauche ich ein separates Konto für Microsoft Advertising?

Ja, Microsoft Advertising ist ein eigenes Werbekonto. Sie verbinden es jedoch beim Import mit Ihrem Google-Ads-Konto über eine Import-Credential-ID, sodass Kampagnen ohne Neuaufbau übernommen werden (Microsoft Learn, 2025).

Welche Budgets sollte ich beim Import übernehmen?

Microsoft erlaubt es, Budgets beim Import anzupassen – etwa 25 % höher als die Google-Budgets über die Option AdjustmentForCampaignBudgets (Microsoft Learn, 2025). Sinnvoll ist, mit kleinem Budget zu starten und nach Auswertung der ersten Daten zu skalieren.

Quellen

Hinweis: Dieser Beitrag bietet eine unverbindliche Orientierung und keine Angebots- oder Preiszusage. Klickpreise, Reichweiten und Plattform-Funktionen können sich ändern; maßgeblich ist die jeweils aktuelle Dokumentation von Microsoft Advertising. Stand: Juni 2026.

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