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Symbolbild · mit KI erstellt

ChatGPT Ads Agentur

Zielgruppen und Kontext-Targeting

ChatGPT Ads funktioniert ohne klassische Zielgruppen-Listen: Ausgesteuert wird über den Kontext eines Gesprächs, nicht über individuelles Profiling – ein Unterschied, der Kampagnenplanung grundlegend verändert.

Wie Aussteuerung in ChatGPT tatsächlich funktioniert

Anders als in klassischer Suchmaschinen- oder Social-Media-Werbung mit hunderten frei kombinierbaren Zielgruppenmerkmalen setzt ChatGPT beim Targeting am laufenden Gespräch an: Erkennbar kommerzielle Absicht innerhalb einer Konversation entscheidet, ob und welche Anzeige unterhalb einer Antwort erscheint. OpenAI hat dazu öffentlich erklärt, dass Werbetreibende auf breite thematische Kategorien, Gesprächsthemen und allgemeine Absichtssignale zielen können, nicht aber auf einzelne, identifizierte Nutzer oder kleinteilige Nutzersegmente.

Was das für die Kampagnenplanung bedeutet

Wer aus anderen Kanälen ein feines Raster aus Alter, Interessen, Lookalike-Zielgruppen und Retargeting-Listen gewohnt ist, muss beim Einstieg in ChatGPT Ads umdenken. Es gibt keine hochgeladene Kundenliste, mit der bestehende Kunden gezielt erneut angesprochen werden, und keine granulare demografische Steuerung nach bekanntem Muster. Die relevante Stellschraube ist stattdessen die inhaltliche Passung zum jeweiligen Gesprächskontext: Eine Anzeige, die zum Thema eines Gesprächs passt, hat eine Chance auf Auslieferung – unabhängig davon, wer genau am anderen Ende tippt.

Warum OpenAI diesen Weg gewählt hat

OpenAI begründet den Verzicht auf individuelles Profiling mit dem Vertrauen, das Nutzer in die Vertraulichkeit ihrer Gespräche mit ChatGPT setzen. Werbetreibende erhalten keinen Zugriff auf Chatverläufe, Erinnerungen oder persönliche Angaben einzelner Nutzer und bekommen ausschließlich aggregierte Kennzahlen wie Gesamtzahl der Einblendungen und Klicks zurückgemeldet, ohne Bezug zu einzelnen Personen. Diese Entscheidung schränkt die Feinsteuerung gegenüber anderen Werbeplattformen bewusst ein, zugunsten der Zusage, dass ein Gespräch mit ChatGPT nicht zur Grundlage individueller Werbeprofile wird.

So arbeitet Provimedia mit kontextbasiertem Targeting

  • Ableitung relevanter Gesprächskontexte aus der Produkt- und Leistungsstruktur des Kunden, ähnlich dem Ausgangspunkt bei der Keyword-Recherche in Google Ads
  • Formulierung von Anzeigeninhalten, die zur erkennbaren Absicht eines passenden Gesprächs passen, statt zu einer angenommenen Zielgruppen-Demografie
  • Beobachtung, in welchen thematischen Umfeldern eine Anzeige tatsächlich ausgeliefert wird, um daraus für künftige Formulierungen zu lernen
  • Realistische Erwartungssteuerung gegenüber Kunden, die aus Social Ads eine vergleichbare Zielgruppen-Feinsteuerung gewohnt sind
  • Einordnung von ChatGPT Ads als Ergänzung zu Kanälen mit granularerem Targeting, nicht als deren Ersatz

Was Kontext-Targeting nicht ersetzt

Ein Angebot, das inhaltlich vage bleibt, profitiert auch von gutem Kontext-Targeting kaum – ohne ein klar erkennbares Thema gibt es keinen Kontext, an den eine Anzeige andocken könnte. Kontext-Targeting ersetzt deshalb keine klare Positionierung, sondern setzt sie voraus.

Grenzen, die bestehen bleiben – und warum das kein Nachteil sein muss

Fehlendes individuelles Profiling bedeutet weniger Kontrolle über exakt definierte Zielgruppen, aber auch weniger Streuverlust durch falsch zugeordnete Segmente und einen geringeren Aufwand für den Aufbau von Zielgruppenlisten. Für Unternehmen, deren Angebot sich klar über ein Thema statt über demografische Merkmale beschreiben lässt, kann kontextbasiertes Targeting deshalb ausreichend treffsicher sein, auch ohne den Werkzeugkasten etablierter Plattformen.

Was sich künftig noch ändern kann

Der Werbekanal ist jung, und OpenAI baut die verfügbaren Steuerungsmöglichkeiten laufend aus. Provimedia beobachtet neue Funktionen im Ads Manager fortlaufend und passt die Kampagnensteuerung an, sobald neue, verlässlich dokumentierte Möglichkeiten zur Verfügung stehen – statt auf Gerüchte oder unbestätigte Ankündigungen zu reagieren.

Häufige Fragen

Kann ich bei ChatGPT Ads eine eigene Kundenliste für Retargeting hochladen?

Nein, dafür gibt es aktuell keine Funktion. Aussteuerung erfolgt über den Gesprächskontext, nicht über hochgeladene Zielgruppenlisten wie bei Social Ads.

Sieht OpenAI, mit wem ich spreche, um Werbung zu personalisieren?

Werbetreibende erhalten laut OpenAI keinen Zugriff auf Chatverläufe oder persönliche Angaben einzelner Nutzer. Zielgruppenbildung erfolgt über breite thematische Kategorien, nicht über individuelle Profile.

Welche Kennzahlen bekomme ich als Werbetreibender zurückgemeldet?

Aggregierte Werte wie Gesamtzahl der Einblendungen und Klicks, ohne Bezug zu einzelnen Personen.

Wird sich das Targeting noch erweitern?

Wahrscheinlich, da OpenAI den Ads Manager laufend ausbaut. Provimedia beobachtet neue, offiziell bestätigte Funktionen und bindet sie ein, sobald sie verfügbar sind.

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