Zum Inhalt springen

Marketing, Analytics & SEO

PageSpeed Insights

Google-Werkzeug, das die Ladeleistung einer Seite mit Labor- und Felddaten bewertet und konkrete Verbesserungen vorschlägt.

PageSpeed Insights (PSI) ist ein Werkzeug von Google, das die Nutzererfahrung einer Seite auf Mobilgeräten und Desktop-Rechnern auswertet und Vorschläge zur Verbesserung liefert. Sie geben eine URL ein und erhalten zwei verschiedene Arten von Messwerten. Wer beide Arten verwechselt, zieht schnell falsche Schlüsse.

Laborwerte und Felddaten

PSI kombiniert zwei Datenquellen:

  • Labordaten stammen aus einer Lighthouse-Messung, die PSI selbst unter kontrollierten Bedingungen durchführt. Sie eignen sich zur Fehlersuche, weil sie reproduzierbar sind. Google weist aber darauf hin, dass sie reale Engpässe möglicherweise nicht abbilden.
  • Felddaten zeigen, wie echte Besucher die Seite erlebt haben. Sie kommen aus dem Chrome User Experience Report (CrUX). PSI berichtet die Erfahrungen der Nutzer über die vorangegangenen 28 Tage. Felddaten bieten weniger Metriken als Labordaten, spiegeln aber die Realität besser.

Liegen für eine einzelne URL zu wenige Felddaten vor, fällt PSI auf die Ebene der gesamten Domain (Origin) zurück. Dann sehen Sie einen Durchschnitt über alle Seiten der Website, nicht den Wert der geprüften Seite. CrUX erfasst nur Chrome-Nutzer, die die Statistikübermittlung und die Verlaufssynchronisierung aktiviert haben, und nur öffentlich auffindbare Seiten (HTTP 200, ohne noindex). Chrome auf iOS ist nicht enthalten. Eine exakte Mindestzahl an Besuchen nennt Google nicht.

Die Core Web Vitals

Die drei Core Web Vitals sind die Kennzahlen, auf die Google besonders hinweist. Sie gelten als erfüllt, wenn der Wert für mindestens 75 Prozent der Seitenaufrufe im „guten“ Bereich liegt (75. Perzentil, getrennt nach Mobil und Desktop).

  • Largest Contentful Paint (LCP) misst, wann das größte sichtbare Bild, Video oder der größte Textblock gerendert ist. Gut: höchstens 2,5 Sekunden. Schlecht: über 4,0 Sekunden.
  • Interaction to Next Paint (INP) misst die Reaktionszeit auf alle Klicks, Taps und Tastatureingaben während des Besuchs. Gut: höchstens 200 Millisekunden. Schlecht: über 500 Millisekunden.
  • Cumulative Layout Shift (CLS) misst unerwartete Layoutverschiebungen. Gut: höchstens 0,1. Schlecht: über 0,25.

INP hat den früheren Wert First Input Delay (FID) abgelöst. Google erklärte INP am 12. März 2024 zur stabilen Core-Web-Vitals-Kennzahl. FID betrachtete nur die erste Interaktion, INP alle Interaktionen eines Besuchs.

Der Performance-Score

Die große Zahl von 0 bis 100 oben im Bericht ist der Lighthouse-Performance-Score und damit ein reiner Laborwert. Ab 90 gilt er als gut, von 50 bis 89 als verbesserungswürdig, darunter als schlecht. Der Score und die Core-Web-Vitals-Bewertung der Felddaten können deutlich auseinanderliegen, weil sie unterschiedlich gemessen werden. Neben Leistung bewertet PSI über Lighthouse auch Barrierefreiheit, bewährte Verfahren und SEO.

So lesen Sie den Bericht

  • Beginnen Sie mit dem Abschnitt der Felddaten. Er zeigt, ob echte Besucher gute Werte erleben, und er ist maßgeblich für die Core Web Vitals.
  • Prüfen Sie, ob sich die Felddaten auf die URL oder nur auf die Origin beziehen.
  • Nutzen Sie die Labordaten und die Empfehlungen, um Ursachen zu finden, etwa ein zu großes Titelbild beim LCP.
  • Messen Sie Mobil und Desktop getrennt, denn PSI und die Core-Web-Vitals-Auswertung unterscheiden beide Geräteklassen.
  • Ändern Sie etwas, und warten Sie ab: Wegen des 28-Tage-Zeitraums wirken sich Verbesserungen erst nach und nach in den Felddaten aus.

Grenzen und typische Fehldeutungen

  • Der Score ist kein Ranking-Wert. Google schreibt, die Core Web Vitals stimmten zusammen mit anderen Aspekten der Seitenerfahrung mit dem überein, was die Rankingsysteme belohnen wollen. Ein Versprechen, dass ein guter Wert zu besseren Positionen führt, enthält die Dokumentation nicht. Die 100 Punkte aus dem Labor sind also kein Ziel an sich.
  • Labormessungen schwanken von Lauf zu Lauf. Einzelne Ausreißer sagen wenig.
  • Fehlen Felddaten, ist das kein Fehler, sondern oft eine Folge zu geringer Besucherzahlen.

Zugang

PSI läuft im Browser unter pagespeed.web.dev, ohne Anmeldung. Für automatisierte Messungen gibt es die PageSpeed Insights API. Die Entwicklung ganzer Seitengruppen zeigt der Bericht „Core Web Vitals“ in der Google Search Console.

Quellen

Praxis bei Provimedia

Wofür Provimedia es einsetzt

Provimedia nutzt PageSpeed Insights in der SEO-Arbeit, um Ladezeiten und Optimierungspotenziale von Websites zu prüfen.

PageSpeed Insights für Ihr Projekt nutzen?

Lassen Sie uns in einem kostenlosen Gespräch herausfinden, wie wir das für Sie umsetzen.