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Marketing, Analytics & SEO

Sistrix

SEO-Software aus Bonn, bekannt für den Sichtbarkeitsindex, der die Google-Rankings einer Domain zu einer vergleichbaren Kennzahl bündelt.

Sistrix ist ein Anbieter von SEO-Software mit Sitz in Bonn. Gründer und Geschäftsführer ist Johannes Beus; das Unternehmen nennt 2008 als Gründungsjahr. Das Hauptprodukt, die Sistrix Toolbox, wertet Suchergebnisse von Google aus und macht sie für Websites und deren Wettbewerber vergleichbar. Weithin bekannt ist der Sichtbarkeitsindex.

Was der Sichtbarkeitsindex ist

Der Sichtbarkeitsindex bündelt die Google-Rankings einer Domain zu einer einzigen Zahl. Sistrix beschreibt drei Schritte:

  • Daten sammeln: Erhoben werden die Suchergebnisse für eine Million Suchanfragen, die einen repräsentativen Querschnitt des Suchvolumens eines Landes bilden. Gezählt werden die organischen Treffer, in der Regel 100 je Keyword. Daraus entstehen 100 Millionen Datenpunkte.
  • Gewichten: Jeder Datenpunkt wird nach dem Suchvolumen des Keywords und der erwarteten Klickwahrscheinlichkeit der gemessenen Position gewichtet.
  • Summieren: Die gewichteten Werte aller Rankings einer Domain ergeben den Index.

Sistrix bietet Sichtbarkeitswerte für über 50 Länder an; für Deutschland liegen Daten seit 2008 vor. In Ländern mit getrennten Mobil- und Desktop-Daten wird der Index täglich neu berechnet, in reinen Mobil-Ländern wird die vollständige Aktualisierung aller Suchergebnisse im Lauf der Woche durchgeführt und zum Ende des Wochenendes veröffentlicht.

Die Module der Toolbox

Auf der Produktseite nennt Sistrix unter anderem diese Funktionen:

  • Sichtbarkeitsindex und Wettbewerbsanalyse (für welche Keywords ranken Konkurrenten?)
  • Keyword-Recherche mit Suchvolumen
  • Rank Tracking mit täglicher Positionsprüfung
  • Onpage-Audit, also technische Prüfungen der eigenen Website
  • Backlink-Analyse
  • Content-Optimierung und Content Discovery
  • Google-Ads-Analyse, Technologie-Analyse und Berichte
  • API-Schnittstelle

Die Datenhistorie umfasst laut Sistrix über 100 Millionen Domains seit 2008.

So lesen Sie den Index richtig

  • Vergleichen Sie, statt Absolutwerte zu deuten. Sistrix selbst schreibt, zur Einordnung eines Werts müsse man sich mit Wettbewerbern vergleichen.
  • Achten Sie auf Trends. Sistrix empfiehlt, langfristige Entwicklungen zu betrachten statt tägliche Schwankungen.
  • Vergleichen Sie Gleiches. Sinnvoll sind Domains oder Domainbereiche, die im selben Markt konkurrieren.
  • Suchen Sie bei Brüchen die Ursache systematisch, etwa in einem Seitenbereich oder bei einer Keyword-Gruppe.

Grenzen und typische Fehldeutungen

  • Der Index ist kein Traffic. Er beruht auf einem festen Keyword-Set mit erwarteten Klickwahrscheinlichkeiten, nicht auf tatsächlichen Besuchen. Wie viele Menschen eine Seite über die Suche erreichen, zeigt die Google Search Console der eigenen Website.
  • Ursache und Wirkung nicht umdrehen. Laut Sistrix führt nicht ein höherer Index zu besseren Rankings, sondern mehr und bessere Rankings führen zu einem höheren Index.
  • Das Keyword-Set bildet den Durchschnitt des Suchverhaltens ab. Breit aufgestellte Websites, etwa große Shops, erscheinen dadurch stärker als spezialisierte Angebote. Ein direkter Vergleich kann irreführend sein.
  • Ländervergleiche: Der Index ist länderübergreifend vergleichbar, führt aber je Markt zu unterschiedlich vielen organischen Besuchern.

Kosten und Zugang

Die Toolbox ist ein kostenpflichtiges Abonnement. Stand Oktober 2026 nennt Sistrix auf seiner Preisseite die Tarife Start (119 Euro pro Monat netto zuzüglich Umsatzsteuer, ein Nutzerkonto, drei Projekte), Plus (239 Euro), Professional (419 Euro) und Premium (799 Euro) sowie einen Enterprise-Tarif auf Anfrage. Die Tarife unterscheiden sich unter anderem in Nutzerzahl, Projekten, Ergebnissen je Analyse und Datenhistorie. Es gibt einen 14-tägigen kostenlosen Test; Preise können sich ändern, maßgeblich ist die Herstellerseite.

Quellen

Praxis bei Provimedia

Wofür Provimedia es einsetzt

Provimedia nutzt Sistrix, um die Sichtbarkeit von Kundenwebsites im deutschsprachigen Raum zu beobachten und SEO-Entwicklungen einzuordnen.

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